Bei uns gibt es kein Erdbeben. Weshalb werden dann unsere Atomkraftwerke abgeschaltet?

März 14th, 2011 by Gunnar Schupelius

Es kann ja sein, dass alte deutsche Atomkraftwerke, zum Beispiel Isar 1, Biblis A und Neckarwestheim I abgeschaltet werden müssen, wie es die Bundeskanzlerin jetzt verlangt. Worin aber besteht der Zusammenhang zwischen diesen Abschaltungen und der Erdbebenkatastrophe in Japan? Dort haben die Erschütterungen der Erde das Kühlsystem der Kernkraftwerke so schwer beschädigt, dass die Katastrophe droht. In Deutschland aber sind Erdbeben unmöglich. Unsere Kernkraftwerke sind also nicht durch Erschütterungen wie in Japan bedroht. Wenn unsere alten Atomkraftwerke aber nicht sicher wären, dann hätten sie längst vor dem Beben in Japan abgeschaltet werden müssen. Sie wurden aber nicht abgeschaltet. Daraus folgere ich, dass sie überhaupt nicht gefährdet sind, sondern nur deshalb vom Netz genommen werden, um die hysterische deutsche Seele vor der Landtagswahl in Baden Württemberg zu beruhigen. Das ist keine Politik, das ist billiger Populismus.

Ich bin gegen den Streik der Lokführer, weil er uns die Hoffnung auf eine bessere Zukunft der Bahn nimmt

März 10th, 2011 by Gunnar Schupelius

Ob es gerechtfertigt ist, dass die Lokführere mehr Lohn verlangen, kann ich nicht beurteilen. Über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse wird ja kaum berichtet, auch von Seiten der Gewerkschaft GdL nicht, die den Streik angezettelt hat. Sie fordert den gleichen Tarif für alle Bahnunternehmen. Diese Forderung nach einem Flächentarifvertrag allerdings kann ich gut beurteilen und ich lehne sie ab. Warum? Weil ein einheitlicher Lohn die Konkurrenten der Deutschen Bahn gefährden würde. Einige Anbieter versuchen neben der Deutschen Bahn Strecken zu bedienen, teils mit großen Vorzügen für die Kunden. Man kann von Berlin für 12 Euro an die Ostssee fahren, wenn man frühzeitig bucht. Der Service bei den Billgbahnfahrten ist dabei sogar besser als bei der Deutschen Bahn.
Worüber ärgern wir uns denn immer? Über die Selbstherrlichkeit, mit der uns das Management der Deutschen Bahn egenübertritt, sei es, dass die Heizung im Winter oder die Klimaanlage im ommer ausfällt. Diese Überheblichkeit ist Merkmal des ehemaligen Monopolisten, des Staatsbetriebes, der die Bahn ihrem Wesen nach immer noch ist. Korrigiert werden kann dieses Benehmen nur durch Konkurrenz, die die Kunden abwirbt. Die Gewerkschaft GdL greift mit ihrem Arbeitskampf im wesentlichen diese Konkurrenz an und trifft nicht die Deutsche Bahn(DB). Die Billig-Bahnen können den DB-Tarif aber gar nicht bezahlen. Sie wird es, wenn die GdL so weiter macht, nicht mehr geben können. Billigbahnen gehören aber zum Sortiment auf der Schiene, wie Billigflieger in der Luft. Unterschiedliche Löhne sind normal. Bei der Lufthansa bekommt der Pilot mehr, als bei Easy Jet. Bei der DB soll der Lokführer mehr bekommen, als beim Billig-Konkurrenten. So ist es in vielen anderen Branchen auch. Die GdL träumt vom Monopol, dem man einheitliche Tarife aufdrücken kann. Das geht gegen uensere Interessen als Fahrgäste. Deshalb bin ich gegen den Streik.

Biosprit E 10: Ist es ethisch vertretbar, mit Getreide und Zuckerrüben im Tank Auto zu fahren?

März 7th, 2011 by Gunnar Schupelius

Das neue sogenannte “klimafreundliche” Benzin E 10 enthält 10 Prozent Ethanol aus Getreide und Zuckerrüben. Mal abgesehen davon, dass die Autofahrer von dem Zeug überrascht wurden und immer noch nicht wissen, ob ihr Motor Schaden nimmt, weil er das E 10 vielleicht nicht verträgt, stellt sich doch die Frage, ob es richtig ist, wenn wir Zuckerrüben und Getreide in den Tank packen. Beides sind Grundnahrungsmittel, die der Mensch für sein täglich Brot ganz dringend benötigt. Zwei Milliarden Menschen hungern auf der Welt. Sie haben zu wenig Getreide und Zuckerrüben. Mir widerstrebt es angesichts dieser Notlage auf unserem Planeten, Grundnahrungsmittel für das Autofahren zu verwenden. Ich würde ja schließlich auch meine Zentralheizung nicht mit Weizen heizen. Es gibt genug Öl und Gas im Boden. Ständig werden neue Reserven entdeckt. Und auch aus der deutschen Kohle könnte man Benzin herstellen. Aber nein, es mus Getreide sein. Weil irgendwelche Wissenschaftler festgestellt haben, dass so die Erderwärmung aufgehalten werden könnte. Diese Annahme beruht auf Thesen, die man in Zweifel ziehen kann. Nur läßt sich darüber in Zeiten der CO 2-Hysterie nicht mehr vernünftig reden und eine wild gewordene selbstherrliche Politik zwingt uns plötzlich das E 10 auf.

In Berlin verraten die Grünen das Bürger-Prinzip

März 3rd, 2011 by Gunnar Schupelius

Basisdemorkratisch sind sie groß geworden, immer sollten alle mitreden können. Volksentscheide sind das höchste Gut. So kennen wir die Grünen. Jetzt lernen wir andere Grüne kennen.
In Berlin-Prenzlauer Berg nämlich setzt sich der grüne Stadtrat Kirchner gegen den erkennbaren Willen der Anwohner durch. Er will die Kastanienalle, die Straße mit dem größten Flair im Bezirk, politisch korrekt umbauen: Die Hälfte aller Parkplätze soll verschwinden, die Bürgersteige verkleinert werden. Dafür gibt es die breitesten Fahrradstreifen, die Berlin jemals gesehen hat: 1,50 Meter pro Fahrtrichtung.
Die Anwohner wollen aber keine Fahrradstreifen. Sie wollen dafür parken können und auf den Gehwegen vor den Cafés genug Platz zum Kaffee trinken haben. So einfach ist das. Politisch korrekt ist das nicht. Und also hat der grüne Gouverneur den Bürgerwillen vom Tisch gewischt. Er fühlt sich im Recht, er kämpft auf Seiten des Fahrrads gegen das Auto, so wie der Kommunist für den Arbeiter und gegen den Kapitalisten kämpfte. Nur dass der Arbeiter diese Unterstützung oft gar nicht haben wollte, genauso wenig, wie sich die Anwohner der Kastanienallee den Fahrradstreifen wünschen.

Berlins schönste Brücke ist beschädigt und erloschen!

März 3rd, 2011 by Gunnar Schupelius

Wer von der Charité in Richtung Kanzleramt fährt und aus der Reinhardtstraße auftaucht, vor dessen Auge überspannt eine wunderschöne weiße Konstruktion die Spree: die Kronprinzenbrücke, erbaut1992-1994 von Santiago Calatrava, einem spanischen Architekten. Sie kostete 17 Millionen Euro und weil sie nach dem Mauerfall eine der ersten wieder aufgebauten Verbindungen zwischen West und Ost war, gab die EU 5,5 Millionen Euro dazu. Calatravas Brücke wurde als Symbol der Wiedervereinigung Europas gefeiert. Und als Kunstwerk, auf das die Berliner mit Stolz blicken sollten. Nachts tauchten Scheinwerfer ihre Unterseite in ein geheimnisvolles gelbes Licht. Oben leuchteten vierzig Lämpchen in den Bordsteinkanten und strahlten die Fahrbahn vor der Seite an. Dazu fiel Licht aus vier schmalen hohen und zehn etwas niedrigeren Masten auf die Konstruktion aus weiß bemaltem Stahl.
Alles vorbei, alles aus. Die Lampen im Bordstein wurden von Gewalttätern eingetreten und sind erloschen. Die hohen Leuchten spenden kein Licht mehr und an der Unterseite ist auch alles dunkel. Wie zum Hohn montierte das Bezirksamt ein blaues Fahrrad-Zeichen an einen der filigranen Laternenmasten. Ein Mitarbeiter hielt ihnvielleicht für einen Stengel, an dem man Schilder festschraubt.
So geht Berlin mit einer seiner schönsten Brücken um!